Prächtige Gebirge, weiße Strände und Kulturvielfalt zwischen Orient und Okzident. Sand, Meer und Beton – das ist das Bild Bulgariens in den Reisekatalogen, namentlich das Bild der Schwarzmeerküste. Wer diese erlebt hat, kennt tatsächlich einen schönen und wichtigen Teil des Landes. Wer aber nur auf den touristischen Pfaden verharrt, dem wird viel Sehenswertes entgehen. Bulgarien ist natur- und kulturgeografisch ein Übergangsland zwischen Orient und Europa, was auch seine Geschichte und seine Gesellschaft mit geprägt hat.
In dieser Übergangslage, die das Land in guten Zeiten zum Bindeglied machte, wurde Bulgarien zu einem bunten Sammelbecken unterschiedlicher kultureller und gesellschaftlicher Erscheinungen. Die Natur hat es offensichtlich gut gemeint mit Bulgarien. Von Gebirgen durchzogen, dicht bewaldet und seenreich, dazu noch eine 378 km lange Meeresküste – ein nicht eben übermäßig großes Territorium von etwas mehr als 110 000 km², also weniger als ein Drittel Deutschlands, ist in reichem Maß mit landschaftlicher Schönheit und Vielfalt beschenkt worden. So hat es für ganz unterschiedliche Vorlieben etwas anzubieten, für Wasserratten oder Skifahrer ebenso wie für diejenigen, die einsam gelegene Gebirgsseen suchen, über dicht bewaldete Hänge von Dorf zu Dorf wandern oder sich einfach die Täler erradeln wollen.